Altenpflege in Deutschland
Wieso ist Altenpflege in Deutschland ein immer größeres Thema? Die Bevölkerung wird älter und ist immer mehr auf Pflege angewiesen. Viele Menschen sind zudem auf der Suche nach Haushaltshilfen, nach häuslichen Pflegekräften. Diese sollen dann auch gerne aus dem Ausland wie Polen kommen, viele Menschen wollen hier Kosten senken oder können sich eine deutsche Pflegekraft nicht leisten.
Die Seniorenpflege wird für immer mehr Menschen ein Thema, viele versuchen dieses Geld fürs Alter schon zurückzulegen. In Deutschland gibt es sogar einen Altenpflegemangel, es gibt einfach nicht genügend Fachkräfte, man benötigt Menschen aus dem Ausland.
Grundsätzlich nehmen ältere Menschen, welche pflegebedürftig sind, eine Altenpflege in Anspruch. Pflegebedürftigkeit besteht laut Gesetz dann, wenn ein Mensch aufgrund einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder auch Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich jedoch für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße die Hilfe Dritter benötigt. Hierbei wird der Grad der Pflegebedürftigkeit in die drei Pflegestufen 1,2 und 3 unterteilt.
Zu den Krankheiten und Behinderungen zählen unter anderem Verluste, Lähmungen und andere Funktionsstörungen des Stütz- und Bewegungsapparates, Funktionsstörungen der Sinnesorgane oder der inneren Organe, Funktionsstörungen des zentralen Nervensystems wie Antriebs-, Gedächtnis- oder Orientierungsstörungen sowie endogene Psychosen, Neurosen oder geistige Behinderungen.
Zu den gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens zählen zum Beispiel die eigene Körperpflege, also das Waschen, das Baden und auch die Darm- und Blasenentleerung. Weiterhin zählen die Nahrungszubereitung und auch die Nahrungsaufnahme dazu und die Mobilität eines Menschen, zum Beispiel das Ankleiden, das Gehen, das Stehen und auch das Verlassen der Wohnung. Ebenso zählt die hauswirtschaftliche Versorgung dazu, zum Beispiel das Einkaufen, das Kochen, das Putzen und vieles mehr.
In diesen vorliegenden Fälle benötigt der betroffene Mensch die Hilfe Dritter, welche in Form von Beaufsichtigung oder Anleitung, Unterstützung und teilweise oder vollständige Übernahme bei den Verrichtungen des täglichen Lebens erfolgt.
Natürlich wird das Risiko einer Pflegebedürftigkeit gerade mit dem Alter deutlich größer, was allerdings nicht zwangsläufig bedeutet, dass jeder ältere Mensch auch irgendwann pflegebedürftig wird, denn statistisch gesehen meistern etwa 70 Prozent der über 80-Jährigen ihren Alltag komplett allein.
Bevor sich jedoch die Angehörigen eines Menschen dazu entscheiden, dass ein Familienmitglied Pflege benötigt, sollten einige Dinge zwingend beachtet werden. So gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten eine Pflege zu gewährleisten, zum einen durch ein Familienmitglied selbst und zum anderen über geschultes Fachpersonal oder einer Unterbringung in einem entsprechenden Seniorenheim.
Wenn die Pflege durch ein Familienmitglied erfolgen soll, dann müssen viele Gesichtspunkte zwingend beachten werden. Hierbei sollte unter anderem der Zeit- und Erfahrungsfaktor beachtet werden, aber auch das Verhältnis zu der zu pflegenden Person und natürlich auch die eigene persönliche Situation, denn eine Pflege verändert den gesamten bisherigen Alltag.
Tipp:
- Betreuungspersonen können dem Betreuten gegenüber für schuldhafte Pflichtverletzungen, egal ob vorsätzlich oder fahrlässig, ebenso wie für unterlassene Handlungen schadensersatzpflichtig gemacht werden.
- Für Handlungen wie Geld- und Grundstücksgeschäfte bedarf es zwingend einer vorherigen Genehmigung durch das Vormundschaftsgesetz und der Betreuer darf sich nicht allein mit dem Betreuten einigen.